Dezentrales Energiemanagement aus Karlsruhe
Das Stromnetz sagt selbst, wann Strom günstig ist.
Easy Smart Grid übersetzt den Zustand des Energiesystems in einfache Preissignale. Wärmepumpen, E-Autos und Speicher reagieren darauf von selbst. So passt mehr Wind- und Sonnenstrom ins Netz, ohne komplexe und teure zentrale Steuerung.
Jedes Gerät hat eine eigene Schwelle, abhängig von seiner Dringlichkeit (dunkler Strich). Liegt das Signal darüber, schaltet es sich ein. Ohne Zentrale, ohne Datenaustausch.
Das war nur ein Netz mit vier Geräten.Im Simulator ein ganzes Dorf steuern- Good Practice of the Year 2021
Renewables Grid Initiative, Projekt SoLAR - Efficient Solution
Gründungsmitglied Solar Impulse Foundation - Europäisches und US-Patent
Ableitung von und automatisierte Reaktion auf Preissignale aus Netzzustand - Top 3 Smart Energy Startups 2014
EIT Digital Idea Challenge
Die Herausforderung
Wind und Sonne richten sich nicht nach dem Verbrauch
Früher folgten Kraftwerke der Stromnachfrage. Heute muss sich die Nachfrage nach dem Angebot richten. Dafür fehlte bisher ein einfacher, wirkungsvoller und bezahlbarer Mechanismus.
Erzeugung schwankt
Wind- und Solarstrom kommt, wenn das Wetter es will. Strom lässt sich im Netz nicht lagern, Angebot und Verbrauch müssen jederzeit zusammenpassen.
Netze geraten an ihre Grenzen
E-Autos, Wärmepumpen und Photovoltaik belasten Leitungen und Trafos. Netzausbau allein ist teuer und dauert Jahre.
Zentrale Steuerung ist schwerfällig und passt nicht zu einem kundenzentrierten Energiesystem
Millionen Geräte einzeln fernzusteuern braucht viel Kommunikation, viele Daten und schafft vermeidbare Angriffsflächen.
Unsere Lösung
Ein Preissignal, das jeder versteht
Das Netz selbst ist die Informationsquelle. Wir lesen seinen Zustand ab und machen daraus Signale, nach denen sich jedes Gerät richten kann.
- Schritt 1
Netzzustand messen
Netzfrequenz oder Energiefluss zeigen, ob gerade zu viel oder zu wenig Strom da ist und wie stark Leitungen belastet sind.
- Schritt 2
Preissignal bilden
Der Balance Indicator zeigt Überschuss oder Knappheit, der Congestion Indicator Engpasssituationen. Beides wird für dynamische lokale Preise genutzt.
- Schritt 3
Geräte entscheiden selbst
Ein kleiner Regler im Gerät verschiebt den Verbrauch in günstige Zeiten, im Auftrag der Besitzer und nach ihren Vorgaben. Die Daten bleiben vor Ort.
Warum es überzeugt
Einfach. Bezahlbar. Resilient.
Einfach
Netznutzer verkaufen ihre Flexibilität, ohne sich darum kümmern zu müssen. Komplexe Systeme werden dezentral und stabil geführt.
Bezahlbar
Nutzt das vorhandene Netz als Informationsquelle und zur Kommunikation. Weniger Speicher, weniger IT und weniger Kommunikationstechnik senken Investitionen und Betriebskosten. Das senkt die umgelegten Netzkosten für alle.
Resilient und sicher
Die Physik des Netzes lässt sich von außen nicht manipulieren. Persönliche Verbrauchsdaten verlassen das Haus nicht. Echtzeitverhalten sichert Optimalität und Netzstabilität.
Skalierbar
Vom einzelnen Gebäude bis zum zellularen Verbundnetz. Effiziente Marktmechanismen koordinieren beliebig viele Teilnehmer, umsetzbar auf jeder Ebene vom Quartier bis zum gesamten Netz.
Warum jetzt
Dynamische Tarife werden Standard. Wir liefern Technik dafür.
Seit 2025 müssen Stromlieferanten in Deutschland dynamische Tarife anbieten. Smart Meter, Wärmepumpen und E-Autos bringen Millionen flexible Verbraucher ins Netz. Was fehlt, ist eine einfache Koordination – genau hier setzt Easy Smart Grid an.
Anwendungen
Wo unsere Technik wirkt
Klimafreundliche Quartiere
PV, Wärmepumpen und Ladepunkte im Quartier gemeinsam optimieren.
Netze für 100 % Erneuerbare
Dynamische Tarife und Netzentgelte für Versorger und Netzbetreiber.
Inseln und Micro-Grids
Diesel und Gas ersetzen, Erneuerbare ausbauen, Netze stabil halten.
Unternehmen und Industrie
Lastspitzen senken, mehr eigene Erzeugung besser nutzen, Kosten sparen.

Referenzprojekt
SoLAR Allensbach: Ein Quartier am Bodensee als Vorbild.
In einer Wohnanlage mit 23 Haushalten wurden Photovoltaik, ein Blockheizkraftwerk, Wärmepumpen, Ladepunkte und Hausgeräte mit unserer Technik vernetzt. Gefördert vom Umweltministerium Baden-Württemberg, 2018 bis 2021.
Netzpuls · der Simulator
Bauen Sie Ihr eigenes Stromnetz.
Im Simulator Netzpuls steuern Sie ein ganzes Inseldorf oder ein Verbundnetz. Sie bauen Photovoltaik, Wind und Speicher auf und sehen live, wie Wärmepumpen und E-Autos ganz ohne Zentrale auf das Netzsignal reagieren und so das System optimieren.
- Läuft im Browser, ohne Installation
- Tutorials führen Schritt für Schritt durch die Idee
- Szenarien wie Inseldorf und Verbundnetz 2025
Neuigkeiten
Aus Projekten und Netzwerk
Easy Smart Grid gewinnt @ Urban Tech Hackathon
Innovation entsteht aus der Kombination von Bedarfen und Ideen, und gemeinsam mit anderen Europäischen Innovationszentren hat das Cyberforum Karlsruhe dies organisiert: „Challenge owner“ benannten Herausforderungen, …
20.06.2022SoLAR - bereit für 100% Erneuerbare
SoLAR zeigt im „Grünsten Wohnquartier am Bodensee“, wie in der zukünftigen Energiewelt das System „vom Kopf auf die Füße gestellt“ wird: Nicht große fossile Kraftwerke folgen einem vorgegebenen Bedarf, sondern viele …
16.03.2022Abhängigkeit von Erdgas
Gestern heizten wir unsere Häuser mit Erdgas (davon 55% aus Russland). Heute können wir stattdessen Wärmepumpen nutzen – auch in Bestandsgebäuden: Sie beziehen ¾ der Energie aus der Umwelt und ¼ aus Strom. Wie wir in …
Sprechen wir über das Netz von morgen
Ob Investition, Pilotprojekt oder Partnerschaft: Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.